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Wie genau geht man mit Glück und Pech im Poker um?
Vorab sei gesagt: Gewonnene und verlorene Spiele sind nicht "Urteile", sondern bilden den Erwartungsrahmen gerade bei Glücksspielen. Letzten Endes rechnet der (auch völlig erfahrene und routinierte) Spieler überhaupt nicht damit, zu gewinnen, sondern hält sich an die Regeln, nutzt seinen Handlungsspielraum optimal aus und wartet dann ab, was geschieht. Deshalb gilt vor allem: Poker entfacht möglicherweise die Illusion, man könne es lernen, zielsicher zu gewinnen. Das Einzige jedoch, was man durch intensive Lektüre und Übung lernen kann, ist, seine Entscheidungsschnelligkeit und -sicherheit zu erhöhen. Eine Garantie für den persönlichen Gewinn ist es nicht, jedoch erhöht es die Selbstsicherheit beim Spiel: Man lässt sich umso weniger durch Kleidung und Blicke der anderen Spieler oder auch durch die Wahl des Pokerraums, durch das Wetter oder andere Dinge verunsichern. Sondern man trägt zu einer gelungenen Spielrunde bei, indem man schnell und authentisch handelt und all dies mit einer inneren Gelassenheit durchführt: Allein dazu dient die Schulung, die Übung, das Lesen von Pokerbüchern oder Ähnlichem. Gewinnereignisse hängen beim Poker (beim Glücksspiel im Allgemeinen) grundsätzlich nicht vom Grad des Vorwissens bzw. von einer Vorgeschichte der Spielerfahrung ab.

Die Wahrscheinlichkeit nämlich zu errechnen, ob man durch das Kartengeben des Dealers ein gutes oder schlechtes Blatt erhält, ist sicherlich ebenso möglich, wie die Wahrscheinlichkeit eines Gewinnfalles beim Lotto zu errechnen, nachdem man sein Los bereits abgegeben hatte. Doch dies ist eine Überlegung, die an der Investition (in das Lottolos oder in den Einsatz, das sogenannte "Buy-in" in eine Pokerrunde) nichts mehr verändert. Man sagt (so lässt es sich hin und wieder aus Statistiken ablesen), dass z. B. bis zu 95 Prozent aller Online-Poker-Spieler schlichtweg verlieren. Statistiken dieser Art oder auch die Grundsätzlichkeit, dass bei einem Glücksspiel die Wahrscheinlichkeit zu verlieren stets höher ist, sind allgemeines Wissen. Dass nun Spieler doch immer wieder spielen, liegt darin begründet, weil sie Spaß und Freude an dieser Art der Freizeitgestaltung haben. Es liegt in keinem Fall darin begründet, dass jemand davon überzeugt ist, gerade in seinem Fall möge das Schicksal "gnädig" sein.

Es gibt im Zusammenhang mit der Pokersprache den Terminus "Winning Player". Dieser Terminus kann irreführend sein. Wenn jemand nun monate- oder gar jahrelang beim Poker Glück gehabt hat, ist er tatsächlich ein "Spieler, der in der Vergangenheit fortwährend gewonnen hat". Dies jedoch enthält keine Aussage über die Zukunft; auch kann man hier kein zeitlich gesetztes Maß bezeichnen, innerhalb dessen sich jemand zum zuverlässigen Gewinner im Poker hocharbeiten könnte. Beispiel: Es ist nicht möglich, einem Pokerspieler für die Zukunft eine hohe Garantie des Gewinns zuzusprechen, nur weil dieser in der Vergangenheit 1.000 Spiele gewonnen hätte (was, zugegebenermaßen hier sehr hypothetisch, weil unwahrscheinlich formuliert ist). Wir haben alle Online Casinos für Sie getestet.

Somit gibt es viele grundsätzliche Regeln, die für einen Glücksspieler gelten. Eine davon ist, wie oben angemerkt: Nicht des Gewinnens wegen spiele man, sondern des Spielens wegen. Eine andere davon ist: Wählt man nun gerade Poker als Freizeitbeschäftigung, weise man diesem Zeitvertreib � ebenso wie allen anderen Aktivitäten des Alltags � ein gewisses Budget aus dem privaten Haushalt zu, welches a) verantwortbar ist und b) unter keinen Umständen überschritten oder variiert werden möge. Hier jedoch kommt ein anderes Grundprinzip aus der Psychologie der Entscheidungsfindung zum Tragen: Nicht nach rein sachlichen Erwägungen möge man über sein Poker-Budget entscheiden, sondern auch danach, "wie man sich damit wohl fühlt". Poker macht genau dann Freude und erfüllt somit seinen (auch sozialen) Sinn, wenn sich Menschen treffen, von denen jeder genau das an diesem Abend tut, was er mit seinem Wohlbefinden vereinbaren kann. Umso aufgeräumter, ausgeglichener und � auch spannender verlaufen dann solche Abende und man kann dann auch die Dekoration zum Spiel (Tisch, Kleidung, Casino etc.) wie eine Bühne betrachten, auf der man selbst als Spieler für einige Stunden in geselliger Runde teilhat.









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"Verlieren" und "gewinnen" sind, wie erwähnt, folglich keine Werturteile des "Negativen" oder "Positiven", sondern es ist ein Spielerahmen des Pokers, auf den man sich als Spieler im Moment des ersten Einsatzes, der ersten Zahlung (für ein Turnier, bei einer Online-Pokerseite oder im Rahmen einer Poker-Kreuzfahrt) einlässt. Jemand, der genetisch spielsuchtgefährdet ist, würde möglicherweise versuchen, sich eine verlorene Summe in einem nächsten Spiel durch einen überhöhten und verantwortungslosen Einsatz "wiederholen" zu wollen. Das ist faktisch jedoch unmöglich; dem gegenüber steht das "wahre Spielerdenken", welches da heißt: Was verloren ist, über das hat man keine Macht mehr. Und umgekehrt: Was man gewann, setzt man nicht mehr "aufs Spiel".

Dies mündet gewissermaßen in eine dritte Grundstrategie beim Poker: In genau dem Moment, in welchem ein Spieler persönlich den Eindruck hat, den Überblick bzw. das Gefühl oder die Kontrolle über seine Finanzen zu verlieren, ist es Zeit (an diesem Abend, in dieser Woche, für einen bestimmten Zeitraum), strikt und völlig aus dem Spiel auszusteigen. Denn Glück im Leben ist es nicht, beim Poker zu gewinnen: Dies ist nur eine Modalität im Rahmen einer Freizeitbeschäftigung; ebenso würde man es ja auch nicht als Glück bewerten, wenn die Ampel zufällig genau dann grün ist, wenn man um die Ecke biegt. In beiden Fällen ist man Zeuge oder Beteiligter eines Zufalls geworden, der sicherlich eine nächste geplante Handlung begünstigt (ein Pokergewinn kann für eine sinnvolle Ausgabe, etwa eine Autoreparatur, verwendet werden und durch die grüne Ampel ist man fünf Minuten früher am Zielort). Doch langfristig gesehen, haben diese beiden Ereignisse keine Auswirkung auf das Lebensglück (das Geld für die Autoreparatur hätte man früher oder später ohnehin verdient und fünf Minuten Fahrtverkürzung sind nun nicht ein verwertbares Kapital). Das Lebensglück liegt in der inneren Ruhe � diese kann man in der Tat auch zum guten Poker spielen nutzen.



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